Modafinil – ein schädlicher Wachmacher

Modafinil ist der Wirkstoff des psychostimulierenden Medikaments PROVIGIL®. Das Medikament wurde vom US-amerikanischem Pharmaunternehmen Cephalon entwickelt und wird seit den 1990 Jahren auch in Europa vertrieben. Modafinil hat keine strukturellen Ähnlichkeiten mit gewöhnlichen Amphetaminderivaten und ist somit über Standarddrogentests bzw. Dopingtests nicht nachweisbar. Erst spezielle Testverfahren haben im Laufe der Zeit prominente Dopingsünder, die ihrer Leistungskraft mit Modafinil ein wenig nachhelfen wollten, überführt.

Mit Modafinil ist Schluss mit Müdigkeit - aber lohnt es sich wirklich ?
Modafinil macht Schluss mit der ständigen Müdigkeit. Aber lohnt es sich wirklich ?

Der offizielle Anwendungsbereich von Modafinil ist die Behandlung von Narkolepsie. Die Betroffenen leiden hierbei auch tagsüber an spontanen Schlafattacken, die ohne eine medikamentöse Einstellung kaum zu kontrollieren sind.

Der genaue Wirkungsmechanismus von Modafinil ist noch immer unerforscht.

Momentan geht man davon aus, dass die Droge die Konzentration der Neurotransmitter Dopamin, Serotonin und Noradrenalin in bestimmten Hirnregionen erhöht. Zusätzlich beeinflusst das Präparat vermutlich Nervenzellen mit Orexin-Rezeptoren.
Diese Orexin-Rezeptoren spielen eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus.

Als weiterhin positiv empfundene Wirkungen treten oft Motivationsschübe und leicht positive Gefühlszustände auf.

Der Missbrauch von Modafinil nimmt stetig zu

Modafinil fördert die Wachheit, erhöht die Aufmerksamkeit und steigert die motorische Aktivität. Bei vielen Anwendern beeinflusst die Substanz die Stimmung und wirkt oft leicht euphorisierend. Modafinil wird aufgrund seiner Wirkung häufig als Smart-Drug, Dopingmittel und in Kombination mit anderen Medikamenten sowie Alkohol als Partydroge missbraucht.

Das Militär ist seit jeher daran interessiert seine Soldaten möglichst lange und effektiv wachzuhalten. Deshalb werden weltweit erhebliche Gelder und viel Aufwand in die Erforschung und Erprobung von neuen Präparaten investiert, darunter auch Abkömmlinge von Modafinil.

In vielen Armeen werden leistungssteigernde Präparate im Einsatzfall ausgegeben. Die US-Airforce hat in Afghanistan und im Irak sogenannte GO-Pills an ihre Soldaten verteilt. Besonders bei Piloten, Lotsen und Kraftfahrern werden Medikamente wie Modafinil zunehmend beliebter.

Zahlreiche Leistungssportler haben sich in der Vergangenheit mit Modafinil gedopt. Die US-amerikanische Leichtathletin und Sprint-Weltmeisterin Kelli White ist als prominentes Beispiel erwähnenswert. Bei fast allen Sportarten steht Modafinil mittlerweile auf der Dopingliste und führt zur Disqualifikation, beziehungsweise dem Ausschluss aus dem entsprechenden Sportverband.

Viele Arbeitnehmer,Schichtarbeiter und zunehmend auch Studenten nehmen das Medikament ein, um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern und alltägliche Müdigkeitszustände zu überwinden. Diese Eigenschaften machen das Medikament vor allem in Phasen erhöhter Belastung, Nachtarbeit und Prüfungsvorbereitung sehr interessant. Den letzten Umfragen verschiedener Krankenkassen und Forschungsinstitute zufolge haben rund fünf Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland schon einmal oder bereits mehrmals stimmungsaufhellende oder leistungssteigernde Medikamente, wie Modafinil oder Ritalin, explizit zur Leistungssteigerung eingenommen.

Am beliebtesten ist Modafinil jedoch mittlerweile bei Unternehmern, vor allem im Bereich der Start-Up-Szene. Durch die deutlich gestiegene Beliebtheit von Modafinil sind auch die Diagnosen von Narkoepilepsie und Schlafstörungen infolge von Schichtarbeit besonders in den beliebten Start-Up-Regionen, wie Berlin oder im kalifornischen Sillicon-Valley, sprunghaft angestiegen.

Die Risiken und Nebenwirkungen bei der Einnahme von Modafinil sind nicht zu vernachlässigen

Viele Nebenwirkungen und mögliche Langzeitfolgen von Modafinil sind nach wie vor unbekannt. Es existieren keine seriösen Studien oder Langzeitversuche. Bekannt ist, dass die längere Einnahme von Modafinil zu erhöhten Leberwerten führen kann. Diese erhöhten γ-Glutamyltransferase (GGT)-Werte treten typischerweise auch bei Alkoholkranken auf.

Modafinil - Ein Wachmacher der nicht ohne Tücken ist
Modafinil – Ein Wachmacher der nicht ohne Tücken ist

Zu den zahlreichen auftretenden Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen, Nervosität, Übelkeit und Verdauungsstörungen.

Die Ärzteschaft warnt bei Modafinil zusätzlich vor:

– Lebensgefährlichen Überempfindlichkeitsreaktionen
– Halluzinationen
– Hautausschlägen
– Manischen Ausbrüchen
– Psychosen
– Suizidgedanken
– Toxisch epidermalen Nekrolysen
– Wahnvorstellungen

Modafinil greift in den Dopamin-Haushalt des Gehirns ein, deshalb wird in Fachkreisen von einem erhöhten Abhängigkeitspotential ausgegangen. Die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit wird durch die empfundenen Glücksgefühle und die subjektiv wahrgenommene Leistungssteigerung des Anwenders drastisch erhöht.

Rechtliche Gesichtspunkte zum Missbrauch von Modafinil

Im März 2008 wurde Modafinil in Deutschland aus dem Anhang des BtmG gestrichen. Es ist seit diesem Zeitpunkt lediglich verschreibungspflichtig und kann mit einem gültigen Rezept von jeder Apotheke in Deutchland bezogen werden.

Der Kauf- und Verkauf sowie Missbrauch von Modafinil ohne gültiges Rezept wird als Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz bestraft. Gleiches gilt für die Einfuhr. Im Rahmen einer Zollkontrolle drohen bei der illegalen privaten Einfuhr von Modafinil nach Deutschland hohe Geldstrafen.

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